Kompost-Toilette

EKlaerwerk_Buelk_nahe_Kielin wesentliches Merkmal permakulturellen Gestaltens äußert sich durch eine Abkehr von linearen Gestaltungsgrundsätzen, hin zu einem zyklisch geprägten Denken und Handeln. Auf unserem Permakultur-Gelände am Häuslemaierhof sind wir daher darum bemüht, zusammenhängende Materialströme in eine tragfähige Beziehung zum ökologischen System vor Ort zu integrieren.

Am Beispiel unserer Kompost-Toiletten kann gut nachvollzogen werden, wie wir dem Anspruch, in Kreisläufen zu wirtschaften, Rechnung zu tragen versuchen: Die Kompost-Toilette vereint gleich mehrere Vorteile: Die Fäkalien werden ohne Zusatz von Chemikalien umweltgerecht entsorgt. Gleichzeitig trägt sie durch die Kompostierung zum natürlichen Kreislauf des biologischen Prozesses bei. Es verbraucht kein Wasser und ist trotzdem sauber, hygienisch und geruchsneutral. Und zu guter Letzt, ist sie auch noch eine enorm kostengünstige Lösung.

Der Urin wird von den Feststoffen getrennt und mit Wasser verdünnt (in einem Verhältnis von 1l Urin : 10l Wasser) als Stickstoff-Phosphor-Kalium-Dünger auf ausgewählten Beeten aufgebracht. Den Feststoffen wird ein Gemisch aus Rindenmulch, Holzspänen, Asche und Holzkohle beigemengt, bevor sie in einem mehrjährigen Kompostierungsprozess gelagert werden. Der fertige Kompost wird schließlich als Dünger für Obstbäume eingesetzt. Die Trennung des Urins von den Feststoffen sowie die Beimischung von Holzspänen und Asche sorgen für einen geruchsarmen Toilettengang.

 

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Impressionen aus 2014

 

Permakulturelle Gestaltungsprinzipien, die in diesem Projekt im besonderen Maße zur Geltung kommen:

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